Drei emotionale Probleme mit den drei Abrahamischen Religionen

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Unabhängig von Jemandes Glaube, schätze ich den Versuch Glaubender sich zu ihrem Besten zu veredeln und den Frieden und die Liebe zu verwirklichen, die ihnen ihre Bücher gelehrt haben.

Wenn immer ich durch Länder gereist bin, deren Bräuche ich nicht einzuschätzen wusste, dann habe ich meistens religiösen Menschen vertraut, weil sie ethische Richtlinien hatten, die egoistische Atheisten belächelten.
Daher sehe ich in Zeiten einer unreifen Gesellschaft Religion als wertvolle moralische Geländer
(solange diese nicht in Fanatismus umschlagen).

Außerdem habe ich Freunde aller Arten von Religionen, deren Aufrichtigkeit ich wertschätze,
erst recht im Vergleich zu der gleichgültigen Mehrheit, die sich lediglich einem blinden Materialismus verschreibt,
nur um ihren unersättlichen egoistischen Hunger nach Bequemlichkeiten und Genus zu stillen.

Daher fragte ich mich, warum ich in meiner lebenslangen Suche nach dem Göttlichen, und vielen langen Diskussionen eine Hass-Liebe-Beziehung mit orthodoxen Religionen aller Art entwickelte:

1.) Die (Ehr)Furcht vor dem allmächtigen Gott

Was früher und jetzt noch immer ein unbewusstes Unbehagen in mir auslöst, ist das religiöse Dogma,
dass Gott einen nur lieben würde, wenn man an ihn glaubt.
Das eng-gestrickte Geschlecht von Gott als männlich macht es nur noch schlimmer, weil es den negative Archetyp Gottes als den bestrafenden Vater evoziert.

Es scheint mir kindisch zu sein, zu sagen: “Entweder bist Du für mich, oder gegen mich“.
Glaubst Du wirklich, ein allmächtiges Gott hätte so ein Ego, dass es sich darum kümmert, was wir menschlichen Mikroben von ihr denken?

Der Grund dafür, dass Glaubende eine regulierende Autorität mögen, scheint mir der zu sein, dass danach keine Leistung vom Glaubenden mehr zu leisten ist, denn Alles, was man tun muss ist danach blindlings einer Handvoll limitierenden Regeln der Diät zu leben, und die Ethik wird dann vom “großen Papa” garantiert werden.

Der Nachteil solch einer Einstellung ist, dass es den Glaubenden auf ein Stadium der Infantilität festnagelt, die eine mehr abstrakte innere Entwicklung verhindert,
was dann zu einem blinden Punkt für die Möglichkeiten führt, sich selbst, oder sein Selbst weiter zu entwickeln,
(wie man schon daran erkennt, dass allein dieses Konzept orthodox Gläubigen unbekannt ist).

Um fair zu sein:
Das ist nicht nur ein Problem von Religionen, sondern Teil der Unreife der gesamten Menschheit, wie man am globalen Schulsystem sehen kann, was definitiv nicht dazu dient, die Persona hervor zu bringen,
sondern uns lediglich zu gehorsamen und produktiven Arbeitsmaschinen zu erziehen.

Ironischerweise wird das von der Kirche geschaffene Bewusstsein der Unterwürfigkeit ausgerechnet von unspirituellen Materialisten ausgenützt, die anstatt an das Göttliche den Mammon anbeten.

Das Dogma der Angst vor Bestrafung bei Unglaube hat nichts mit Liebe zu tun, sondern verhängt ein Schwert des Damokles über Jeden, der seinen Geist für alle Möglichkeiten der Realitätsschau offen halten will.

2. Der herablassende Anspruch auf Alleingültigkeit

Ein reiner Glaube ohne spirituelle Erfahrungen lebt von der Stärke einer Gemeinschaft, weshalb sich Glaubende zu einer konstanten Mission berufen fühlen, den Kreis ihrer Gleichgesinnten zu erweitern, währen Menschen, die “sich selbst erkennen“, wie das die alten Griechen propagierten, keine Notwendigkeit darin sehen, die Zustimmung Anderer zu erheischen.

Der Wunsch der Stärkung der eigenen Gemeinschaft hat sowohl zu Dogmen wie “seit fruchtbar und vermehret Euch” geführt, was angesichts der Überbevölkerung nicht nur veraltet, sondern inzwischen schädlich für die Erde ist;
und außerdem auch zur Rechtfertigung von scheuklappen-denkenden Glaubenden, einen Großteil ihrer Lebenszeit damit zu verschwenden, Andere mit Bauchläden von ihrer Meinung zu überzeugen, welche die Meisten gar nicht interessiert.

Orthodox Gläubige egal welcher Religion scheinen in meinen Augen das gleiche Übel zu sein. Fanatiker hämmern konstant und blindlings ihren Glauben in Jedermann’s Hirn, dass der Glaube, in den sie hineingeboren waren, der einzig wahre sei, was genau zu den Abscheulichkeiten geführt hat, wie wir sie heute im Nahen Osten sehen.

Die Arrogante Einstellung “die einzige Wahrheit zu besitzen” (wie es Christen und Muslime machen),
oder “zu den Auserwählten zu gehören” (in was nicht nur Juden, sondern auch Koreaner glauben),
ist die Quelle aller Kriege aufgrund eines verzerrten Konzepts besser als Andere zu sein.

Gnothi seauton 
(altgriechisch Γνῶθι σεαυτόν, durch Elision auch Γνῶθι σαυτόν Gnṓthi sautón „Erkenne dich selbst!“)
ist eine vielzitierte Inschrift am Apollotempel von Delphi, als deren Urheber Chilon von Sparta, einer der „Sieben Weisen“, angesehen wird.
Die Forderung wird im antiken griechischen Denken dem Gott Apollon zugeschrieben. Als nosce te ipsum oder temet nosce wurde die Anweisung ins Lateinische übernommen.

3.) Religiöse Kriege und Akte des Terrorismus

Wie Pflanzen, die dann seitwärts streben, wenn es nicht möglich ist sich aufwärts zu entwickeln,
so verteilen auch Menschen dann Seitenhiebe, sobald sie von einengenden Dogmen geknechtet werden.

Schaue einfach in die Geschichte, und Du wirst sehen, dass sich alle Religionen ihre Hände mit dem Schlachten Andersgläubiger beschmutzt haben.
Bis heute wird das praktiziert, und ist lediglich als “Krieg gegen den Terror” oder “Kampf für die Demokratie” getarnt, während ganze Gruppierungen andersartiger Religionen stigmatisiert werden, um Gründe dafür zu haben, diese Länder aufgrund ihres Öls oder anderer kapitalistischen Machenschaften anzugreifen.
Minderheiten, denen die Mittel heutiger teuerer Kriegsführung verwehrt ist, benutzen dann Terrorismus als Mittel. Hiermit verurteile ich Terroristen sowohl als kriegstreibende Politiker, und die, die sie gewählt haben gleichermaßen:

Ich habe nie größere Scheinheiligkeiten und Dummheiten gesehen, als die von aggressiven Fanatikern, die behauten ihrem Buch der Liebe und des Mitgefühls zu folgen, nur um dann Andere zu töten oder verletzen!

Während ich jeden Politiker verstehen kann, der in eine Position der Macht gewählt wurde, und dann aus Kriegen langsam rückwärts hinausgehen muss, gilt das für alle Politiker, die unter der Behauptung es tun zu müssen, neue Kriege angefangen haben
-> Das Blut jedes einzelnen Toten; ob von Zivilisten, durch Kollateralschäden, oder von Soldaten, klebt an deren Händen!

Der Nobel-Preis ist schon etliche male an Politiker vergeben worden, die Krieg geführt haben,
weshalb ich den auch nicht mehr ernst nehmen kann.

Leider verurteilt die ignorante Masse einfach denkender Menschen ganze Mehrheiten friedlicher Mitglieder fremder Religionen, weil sie von Medien, die von Angstnachrichten leben, hirngewaschen wurden diese zu hassen.
Das ist ausserdem eine strategische Dummheit, denn ein tief verwurzelter Glauben wird nur durch das Herz verändert werden, nie aber durch Gewalt oder Dogmatismus.
Nationalismus, sowohl als auch religiöser Fanatismus haben beide unheimliche Ähnlichkeiten
– höre einfach die Phrasen von Politikern oder religiösen Anführern an – sie sind nahezu gleich.


In dieser ausgewählten halben Stunde kann man eine interessante Zusammenfassung der Geschichte der Religion sehen, einschließlich, wie die Kirche unser Gottesverständnis verzerrt hat.

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