Sodarshan Chakra Kriya: Meditation für Fokus und geistige Reinigung

Zitat von Yogi Bhajan:

“Hier ist eine Meditation, die mit Hilfe von Prana geistigen Müll aufräumt, und Klarheit schafft. Von allen 20 Arten Yoga, einschliesslich Kundalini Yoga, ist das das höchste Kriya. Dies ist eine sehr wirksame Meditation, um Reichtum zu erlangen. Sie wird Dir einen Neustart verschaffen. Es ist das einfachste Kriya, aber gleichzeitig eines der schwersten. Diese Übung schneidet durch alle Barrieren der psychotischen oder neurotischen Natur. Wenn sich eine Person in einem sehr schlechten Zustand befindet, werden extern angewandte Methoden nicht funktionieren. Der Druck muss von innen stimuliert werden.

Die Tragödie des Lebens ist, wenn das Unterbewusstsein Abfälle in das Bewusstsein entlädt. Dieses Kriya erweckt die Kundalini um Dir die notwendige Vitalität und Intuition zu geben, um die negativen Nebenwirkungen des Unterbewusstseins zu bekämpfen.

POSITION: Sitze mit einem geraden Rücken ( entweder mit gekreuzten Beinen oder in einem Stuhl mit den Füßen flach auf dem Boden ) Augen sind auf die Nasenspitze fokussiert, oder geschlossen, falls Dir das lieber ist.

MUDRA UND ATEM:
a) Blockiere den rechten Nasenflügel mit dem rechten Daumen. Atme langsam und tief durch den linken Nasenflügel ein und halte den Atem.
Chante im Geiste 16 mal ‘Wahe Guru”, und pumpe dazu den Nabel 3 mal mit jeder Repetition ( einmal bei “Waa”, einmal bei “Heh” und einmal bei “Guru”; insgesamt 48 Bauch-Anspannungen.
b) Löse den Finger vom rechten Nasenflügel und benutze den rechten Zeige- oder kleinen Finger, um das linke Nasenloch zu schließen. Atme langsam und tief durch das rechte Nasenloch aus. Setze die Übung genauso fort links einzuatmen und rechts auszuatmen.

BEENDEN: Inhaliere und halte die Luft für 5-10 Sekunden an. Ausatmen. Dann strecke und schüttle den Körper ungefähr eine Minute lang, um die Energie zu zirkulieren.

ZEIT: Empfohlene Länge für dieses Kriya (Übung) ist 31 oder 62 Minuten täglich.
Ideal ist es mit 31 Minuten anzufangen, aber Du kannst auch mit 11 Minuten anfangen un dann auf 31 Minuten aufbauen, dann 40, und letztendlich 62 Minuten.

  • Es gibt keine Zeit, keinen Platz, keinen Raum und keine Bedingung die mit dieser Meditation verknüpft sind.
    Jeder Müllhaufen benötigt seine eigene Zeit um gereinigt zu werden. Wenn Du Deinen eigenen Müll angehst, musst Du selbst schätzen; und ihn dann so schnell als Du kannst oder langsam, wie Du willst verarbeiten. Du musst entscheiden wie viel Zeit Du hast, um Deine eigene Müllhalde zu verarbeiten.

KOMMENTARE:
Wenn Du diese Meditation 62 Minuten lange machen kannsst, dann baue sie bis zu dem Punkt auf, an dem Du sie für 2 ½ Stunden täglich (1/10tel des Tages) machen kannst. Das gibt Dir dann ”Nao nidhi, athara sidhi”, also die 9 edlen Tugenden und die 18 okkulten Kräfte. In diesen 27 gesamten Tugenden liegt das gesamte Universum.

Wenn für 2 1/2 Stunden täglich praktiziert, macht Dich diese Yoga-Übung zu einem perfekten Übermenschen. Sie reinigt Dein Unterbewusstsein und versorgt das menschliche Leben. Sie macht Dich extrem intuitiv. Sie führt alle 27 Facetten des Lebens zusammen und macht einen Menschen heilig, erfolgreich und qualifiziert. Diese Meditation erzeugt dazu auch pranische Kraft ( über den Atem). Dieses Kriya versagt niemals. Es gibt einem inneres Glück und bringt einen in einen Zustand der Ekstase im Leben.”

Hier gibt es noch weitere Informationen dazu

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Materialien zu Sodarshan Chakra Kriya

Hier sind alle meine gesammelte Fakten.


Tipps für Anfänger:

Und hier wie ich gelernt habe die 48 Schläge zu zählen:

Ich habe meine Daumen nach jedem der 3 “Wa”, “He”, “Guru” Bauchpumper von einem Finger zum nächsten bewegt:

1.) linker Daumen zum linken Zeigefinger, dann dazu
   a.) rechter Daumen zum rechten Zeigefinger während ich den Bauch zu “Wa”, “He”, “Guru” dreimal pumpe,
   b.) rechter Daumen zum rechten Mittelfinger während ich den Bauch zu “Wa”, “He”, “Guru” dreimal pumpe,
  c.) rechter Daumen zum rechten Ringfinger während ich den Bauch zu “Wa”, “He”, “Guru” dreimal pumpe,
   d.) rechter Daumen zum rechten kleinen Finger während ich den Bauch zu “Wa”, “He”, “Guru” dreimal pumpe,

2. linker Daumen zum linken Mittelfinger
   und dann Schritt a-d wie oben
3. linker Daumen zum linken Ringfinger
   und dann Schritt a-d wie oben
4. linker Daumen zum linken kleinen Finger
   und dann Schritt a-d wie oben

Hier ist ein Anfänger-Spiel, um in das Meditieren rein zu wachsen,
und hier ein Spiel für die Mittelstufe.


Jalandar Bhanda streckt die Wirbelsäule und verbessert den Energiefluß.
Es ist eine Yoga Position in der der Nacken leicht nach vorne gebeugt ist, aber er sollte nicht stark gebeugt sein, eher, wie eine Sprungfeder gegen eine Vertiefung mit leichtem Druck gepresst wird.
Die Position wurde im 3. Kapitel des Hathapradeepika beschrieben:
Das Kinn wird in Richtung Brust (Herz) gedrückt nachdem der Hals kontraktiert wurde. Dieses bandh eliminiert Alter und Tod. Die Kontraktierten Halsvenen stellen sicher, dass die Flüssigkeiten des Himmels hier ankommen. Daher ist dieses Bandh zurecht als Jalandhar Bandh bekannt, was bedeutet, dass es jedes Halsweh zunichte macht.
… Die Person, die dieses Bandh sechs Monate lange praktiziert, wird zweifelsohne den Siddha Status erlangen.

40 Tage täglicher Meditation verändert alle Hautzellen,
nach 90 Tagen haben sich alle Blutzellen verändert
und nach 120 Tagen haben sich auch die tiefen Knochenzellen verändert, und man hat etwas permanent verändert, indem man täglich all seine Zellen mit seiner Intention versehen hat.
1000 Tage täglicher Meditation transformiert einen Affen in einen Heiligen.


Was sind die 27 Facetten von denen Yogi Bhajan spricht?
Ich nehme An Siddhis
(was übernatürliche Fähigkeiten sind)

Vers (pauri) 38 von dem bani genannt Anand Sahib verweist auf die 9 Tugenden;
die 18 okkulten Kräfte werden in dem “Rag Gujri, Guru Arjan” shabd erwähnt, das direkt vor dem “So Purkh” im bani namens Rehiras Sahib steht.

Die 9 Tugenden enthalten:
1. wertvolle Metalle,
2. Edelsteine und Juwelen,
3. delikates Essen,
4. Training im Gebrauch von Waffen,
5. schöne Kleider und mannigfaltige Stoffe,
6. Gewerbe mit Gold,
7. Gewerbe mit Edelsteinen,
8. Meisterung der schönen Künste,
9. und diverse Reichtümer.

Die 18 okkulten Kräfte beinhalten folgende Fähigkeiten:

(1) Die Form von Anderen anzunehmen,
(2) Den Körper größer oder kleiner zu machen,
(3) Den Körper winzig zu machen,
(4) Dinge herbeizuführen,
(5) Jemandes Gedanken zu lesen,
(6) Alle zu überzeugen,
(7) Die Wünsche des Geistes zu erfüllen,
(8) Schwer zu werden,
(9) Immun gegen Hunger und Durst zu werden,
(10) Aus der Ferne zu hören,
(11) Von der Ferne aus zu sehen,
(12) So schnell, wie Gedanken zu reisen,
(13) Jede beliebige Form anzunehmen,
(14) In andere Körper einzudringen,
(15) Willentlich zu sterben,
(16) Die Götter zu treffen,
(17) Alle Sehnsüchte zu erfüllen,
(18) Überall hin ungehindert zu gehen.


Persönliche Anmerkungen:

Das ist die Meditation, die ich mache – für mich ist das mehr als PURES GOLD !
Diese Meditation wirst Du sicherlich nirgends bekommen, und das ist nach 30-40 Jahren spiritueller Suche die aller stärkste Übung, die ich je gemacht habe.

Meine persönliche Empfehlung ( die ich auch derzeit praktiziere) ist:
1. Die Übung langsam innerhalb von 2-3 Wochen aufbauen, weil sie nicht einfach ist. (1. Woche 1 Minute, 2. Woche 2 Minuten täglich)
2. 40 Tage lange 3 Minuten machen (Jesus z.Bsp., ging 40 Tage in die Wüste)
3. aus den 40 Tagen sofort 90 Tage machen
4. das dann auf 120 Tage aufbauen,
5. Währenddessen schon, oder gleich anschließend die Meditation auf 11 Minuten aufbauen und diese dann 120 Tage lang tun,
6.währenddessen langsam auf 22 Minuten aufbauen ( was die nächste Stufe ist – Meditation wurde früher in Herzschlägen, nicht Minuten gemessen) also dann 120 Tage lang 31 Minuten meditieren,
7. das selbe dann mit 31 Minuten machen;
8. dann 120 Tage lang 62 Minuten meditieren
98. dann 120 Tage lange von 62 auf 2,5 Stunden aufbauen, weil 144 Minuten ein 10tel des Tages sind, und in allen Religionen davon gesprochen wird, dass man ein Zehnt geben soll.
10. 120 Tage lang 2 1/2 Stunden, dann sind es schon insgesamt über 700 Tage.
11. dann anstreben 1000 Tage 2 1/2 Stunden zu machen – ich schätze, dass das kaum Jemand am Stück schafft, aber Yogi Bhajan meinte, dass man bei einem vermissten Tag nicht unbedingt das Doppelte am nächsten machen müsste. Mir scheint, dass das generelle Einschwingen wichtiger ist, als jeden Tag obsessiv erfüllt zu haben (wobei man das nicht als Ausrede nehmen sollte die Dinge schleifen zu lassen).

Dabei immer auf eine gerade Körperhaltung achten und langsam immer mehr mit den Augen auf die Nasenspitze schauen.

Ich denke wenige werden es bis auf 2 ½ Stunden schaffen, aber 1000 Tage kontinuierlicher Meditation, egal, wie lange werden das Leben von jedem Menschen für immer verändern. Und wer weiss – vielleicht bleibst Du dann weiterhin beim Meditieren.

Hier ist meine CD erhältlich, die einen einfachen Rhythmus bietet, um den Bauch richtig pumpen zu können: https://sodarshanchakrakriya.wordpress.com/2014/11/29/free-sodarshan-chakra-kriya-audio-downloads-without-any-catch-or-subsription/
Darauf sind alle Geschwindigkeiten, so dass für kurz-, wie Langatmige die richtige Version dabei ist, die man dann wiederholen kann.

Gerne übersetze ich auf Bedarf auch jeden anderen Artikel dieser Sodarshan-Chakra-Kriya-Webseite: Einfach einen Kommentar hier hinterlassen oder mich bei privateren Fragen über das Kontakt Formular hier anmailen: https://sodarshanchakrakriya.wordpress.com/tag/contact


Solche Übungen,wie die obige, die der Vereinigung mit dem Universum dienen gab es als unterschwelligen Strom in allen Religionen:

  • Bei den Christen wurden sie von Mystikern wie Meister Eckhart und Hildegart von Bingen praktiziert,
  • Im Islam von Sufis wie dem Dichter Rumi und dem Sänger Nusrat Fateh Ali Khan, und
  • In Indien hatten Rishis schon Jahrthausende zuvor komplizierte Bewegungsabläufe und Lebensstile in ihre effizienteste Form kombiniert.
    • Ein komplexes Konklomerat solcher Lebensempfehlungen ist der Hinduismus und es lässt sich darüber streiten, ob der überhaupt als Religion gesehen werden kann.
    • Eine der neueren traditionellen Religionen ist der Sikhismus.

Vielleicht wurden die Erkenntnisswege unter anderem deswegen mit den jeweilig hiesigen Religionen verbunden,
um die verbundene Suche nach der Einheit mit dem Universum an einen Gottesbegriff zu binden, bzw, um die Suche nach Gott nach Innen auszurichten, und damit die religiös ausgerichtete Person zu veredeln.

Ob ein Glaube an Gott für eine solche Selbstveredelung notwendig ist, ist ungewiss; aber eine Ausrichtung auf das große Ganze (was einer Allmacht dann wieder nahe kommt) scheint mir unerlässlich zu sein, um (gerade bei steigenden Erkenntnissen) nicht einem verzerrten selbstbezogenen Weltbild zu verfallen.


Hier als Beispiel eine Übung aus dem 13. Jahrhundert hier, die nirgendwo bekannt ist, und wahrscheinlich eine Grundlage für die nachfolgende Yogaübung aus dem 17. Jahrhundert ist:

Irénée Hausherr, ein französischer Jesuit und Professor für Patristik und ostkirchliche Spiritualität am Päpstlichen Orientalischen Institut schrieb über diese Gebets-übung:

“Sie beinhaltet zweierlei Übungen: Unbegrenzte Wiederholung des Jesus-Gebets: ‘Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme Dich meiner.’,
und Omphaloskepsis: in Dunkelheit sitzen, den Kopf beugen, den Blick auf das Zentrum des Bauches (den Nabel) lenken;
und gleichzeitig das Zentrum des Herzens zu entdecken suchen.
Wiederholt man diese Übung unermüdlich, ständig begleitet vom selben Bittgebet, im Einklang mit dem Rhythmus des Atems, der so stark als möglich verlangsamt ist, wird man, wen man Tag und Nacht in diesem Gebet verweilt, letztendlich finden, was man gesucht hat : den Ort des Herzens, und mit ihm alle möglichen Arten von Wundern und Wissen”

Jean Gouillard zitiert den christlichen Mönch Nicephorus des 13th Jahrhunderts, der sagt:

“Wenn Du, Deinen Geist beruhigst, leite ihn – Deinen Geist, ich sage – in Deine Nasenlöcher ; Das ist der Weg, den der Atem braucht, um zum Herz zu gelangen.
Drücke ihn, forciere ihn während des Einatmens bis zu Deinem Herzen vor zu dringen.
Wenn er dort ist, wirst Du sehen, was für eine Freude folgt und Du wirst nichts zu bereuen haben.”

Persönlich will ich anmerken, dass im 13. Jahrhundert ja keine anatomische Kenntnis des Ortes des Herzens bestand, und dass es bei dieser Übung wahrscheinlich nicht um das anatomische, sondern vielmehr um das energetische und spirituelle Herz geht, das es zu finden gilt.

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